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Talk | Präsentation des Ausstellungskataloges: „Wahlverwandtschaften / Elective Affinities“

Foto: Ausstellungsansicht „Wahlverwandtschaften / Elective Affinities“, Sammlung Friedrichshof Stadtraum Foto: Alexander Rosoli

Wie können unterschiedliche Porträts miteinander verbunden sein? Wie vermögen sie auf ästhetischer, inhaltlicher, materieller oder philosophischer Ebene zu kommunizieren? Welche Positionen verstärken einander in ihrer Anziehung, welche widersprechen einander und erzeugen dadurch ein neues Kraftfeld? Die Ausstellung „Wahlverwandtschaften“ stellt diese Fragen anhand einer Auswahl von Porträts, die unterschiedliche innovative künstlerische Positionen erkennen lassen. Der Titel ist Goethes Roman von 1809 entlehnt, der verschiedene Charaktere und ihre sich ändernden Beziehungen zueinander porträtiert. Ursprünglich wurde der Begriff „Wahlverwandtschaft“ in der Chemie verwendet, um das anziehende und abstoßende Verhalten von Verbindungen und ihre „chemische Affinität“ zu beschreiben. Ist Chemie oder freier Wille das bestimmende Element menschlicher Leidenschaften?

Den in „Wahlverwandtschaften“ aus­gestellten Arbeiten ist gemeinsam, dass sie durchwegs Subjekte, menschliche Subjekte, zeigen. Was aber liegt hinter den konkreten physischen Porträts? Wo finden sich Begegnungen und Überschneidungen, zeitlich wie inhaltlich? Die Ausstellung lässt sich auf die facettenreiche Frage „Determinismus versus freier Wille“ im künstlerischen Prozess ein.

Mit Arbeiten von: Ellen Berkenblit, Lea Draeger, Sofia Goscinski, Sandro Kopp, Bjarne Melgaard, Bjørn Melhus, Jonathan Meese, Otto Muehl, Sabine Pigalle, Iris Schomaker, Spencer Sweeney, Erwin Wurm
Kuratiert von: Denise Wendel-Poray und Hubert Klocker

Denise Wendel-Poray und Hubert Klocker sprechen mit Künstlerinnen und Künstlern der Ausstellung.

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