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Talk: Maxim Kantor, Eva Blimlinger und Wolfgang Kos

Foto: Maxim Kantor, Die Versuchung des Heiligen Antonius, 2015 © Maxim Kantor

Maxim Kantor im Gespräch mit Eva Blimlinger, Rektorin der Akademie der bildenden Künste Wien, und Wolfgang Kos, Journalist, Historiker und Autor

Herzstück und Publikumsmagnet der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ist der dreiteilige Altar mit der Darstellung des „Jüngsten Gerichts“ von Hieronymus Bosch (um 1450/55–1516). Das Triptychon zählt zu den weltweit bedeutendsten Kunstwerken der Zeit um 1500. Bis heute gibt es Rätsel auf.

In der Ausstellungsreihe „Korrespondenzen“ werden Verbindungen zwischen dem Meisterwerk des vor 500 Jahren lebenden niederländischen Malers und Werken anderer Kunstschaffender hergestellt. So lassen sich in Boschs faszinierendem Weltgerichts-Triptychon immer neue Facetten entdecken.

Der 1957 in Moskau geborene Maler, Grafiker, Bildhauer und Schriftsteller Maxim Kantor lebt heute auf der Île de Ré in Frankreich. In den 2010er-Jahren erhielt er Aufträge vom Vatikan, von der Pfarrkirche Saint-Merry, Paris, und jüngst vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, wo nun zwei großformatige Werke hängen. Für das Pembroke College in Oxford, wo er als Honorary Fellow lehrt, realisierte er ein dreiteiliges Gemälde im Speisesaal. In Oxford, Venedig, Genf und Danzig organisierte Kantor Symposien und Konferenzen. Anfang 2018 erschien sein Roman „Rotes Licht“ auf Deutsch im Paul Zsolnay Verlag Wien.
Kantor schuf auch eine Reihe von grafischen Mappenwerken und Künstlerbüchern; aktuell illustrierte er beide Teile von Goethes „Faust“ in einer aufwendigen Künstlerbuchausgabe mit hunderten Lithografien. Das vielfältige malerische Werk Kantors umfasst Porträts, Landschaften, Stillleben, religiöse Darstellungen und Bilder mit politischen und zeitkritischen Bezügen.

Der Künstler wurde bereits als Kind von seinem Vater, dem Philosophen Karl Kantor, mit der Welt von Hieronymus Bosch und Pieter Bruegel bekannt gemacht. 2017/18 entsteht sein „Jüngstes Gericht“, das zusammen mit anderen Gemälden Boschs Wiener Weltgericht umrahmt.

Werke von Maxim Kantor waren in Österreich bisher noch nie zu sehen.

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