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Artist Talk: Sebastian Schmieg

In seiner künstlerischen Praxis thematisiert Sebastian Schmieg u. a. das Diktat fortwährender (Selbst-) Optimierung, algorithmisch modulierte Arbeits- und Lebenswelten, in denen Menschen zu Erweiterungen von Software werden, oder Überlebenskreativität als Effekt des unternehmerischen Imperativs: Wir müssen besser werden, und wir wollen besser werden. Wir arbeiten daran, weniger zu arbeiten. Wir nutzen Menschen wie Apps und Apps nutzen uns. Algorithmen übernehmen unsere Jobs, und trotzdem müssen wir alles selber machen. Es rette sich, wer eine gute Idee hat.

Durch Übertreibungen, spekulative Szenarien und spielerische Eingriffe untersucht Sebastian Schmieg, wie tief wir selbst in diese Prozesse verwoben sind, und sucht nach möglichen Auswegen.

Zahlreiche Ausstellungen und Teilnahme an Festivals im In- und Ausland, u. a.: Holen und Bringen, Werkleitz, Halle, Germany, 2018; Escaping the Digital Unease!, Langenthal, Switzerland, 2017; Impakt Festival: Authenticity?, Utrecht, 2016; WTi 2.0, Kunsthalle Düsseldorf, Düsseldorf, The New Black (Resonate), Gallery 12 New Media HUB, Belgrade, Transmediale: Capture All, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2015; Jonas Lund & Sebastian Schmieg, W139, Amsterdam, 2012.

Vorträge und Präsentationen, u. a.: Menschen als Software-Erweiterungen, Kunstverein Hildesheim, Theater und Netz, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, re:publica, Berlin, Encoding Cultures: Leben mit intelligenten Maschinen, ZKM, Karlsruhe, I Will Say Whatever You Want In Front Of A Pizza, HfK Bremen, 2018.

Lehrtätigkeit: Universität Hildesheim, Merz Akademie Stuttgart, FH Potsdam.

Sebastian Schmieg lebt und arbeitet in Berlin.

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