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Internationale Konferenz | Film-Screening: „Tracking the Routes of Modernism. Artistic mobility, protagonists, platforms, networks“ #1

Foto: Krishna Reddy hinter seiner Skulptur, St. Margarethen, Römersteinbruch, Kalksandstein, 1962, Symposion Europäischer Bildhauer, Sebastian Prantl, Obmann Courtesy: Eva Choung-Fux

Die Konferenz „Tracking the Routes of Modernism“ rückt Formen des künstlerischen Austausches zwischen europäischen und außereuropäischen Zentren moderner Kunst in den Blick. So wird es möglich, die Bedeutung jener Netzwerke, Routen und Passagen neu zu bewerten, aus denen die mehrfach übersetzten Modernismen des 20. Jahrhunderts hervorgingen. Die Diskrepanz zwischen konventionellen Modellen moderner Kunstgeschichtsschreibung, die europäischen Meisternarrativen gehorchen, und einer „globalen“ Geschichte der modernen Kunst erscheint dabei in neuem Licht. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Feier der Globalisierung der Kunst seit dem Ende des „Kalten Krieges“ fokussiert die Konferenz auf die vernachlässigten globalen Modernismen des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts. Diese kulturellen Bewegungen, der künstlerische Austausch und seine Routen finden vor dem Hintergrund von Prozessen der Dekolonisierung eher in transnationalen als in internationalen Räumen statt. Sie zu diskutieren bedeutet, sich von einer monokulturellen Konzeption des Modernismus zu verabschieden und sich um ein besseres Verständnis der Herausbildung künstlerischer Zentren in Asien, Afrika und Amerika zu bemühen.

Organisiert von: Christian Kravagna (Akademie der bildenden Künste Wien) und Simone Wille (Universität Innsbruck, FWF Der Wissenschaftsfonds)

Mit Beiträgen von: Ahu Antmen, Gabriele Genge/Angela Stercken, Mehri Khalil, Christian Kravagna, Maurita Poole, Devika Singh, Tereza Stejskalová/Marta Edith Holeckova, Sanjukta Sunderason, Simone Wille

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